Vortrag „Emanzipatorische Kritik an Strategien und Methoden der Veganismus & Tierrechts-/Tierbefreiungsbewegung“ am 20.9.2018

Do., 20.09.2018
Ort: New Yorck (2. Stock im Bethanien, Mariannenplatz 2a, Berlin)

Wir sind selbst seit vielen Jahren für Tierbefreiung/-rechte aktiv. In diesem Vortrag wollen wir uns gemeinsam mit euch mit Argumentationsweisen der Tier-Bewegung auseinander setzen.
Die vegane Bewegung setzt sich gegen die Unterdrückung und Ausbeutung von Tieren ein. Einige gängige Methoden und Strategien dieser Bewegung bedienen jedoch andere Unterdrückungsmechanismen.
Wir wollen aufzeigen was daran problematisch ist und erarbeiten, wie ein Engagement für Tiere möglich ist, dass auch sensibel für andere Unterdrückungsformen ist.

–> Im Rahmen der Vortragsreihe von unseren Gefährt*innen Hearts & Liberation „Tierrechtsbewegung: Aus Macht- und Abhängigkeitsverhältnissen befreien“ <–

Statement zu dem „Marsch für das Leben“ und zu den Positionen von „What the Fuck“

Am Samstag, den 22.9. findet in Berlin wieder einmal der so genannte „Marsch für das Leben“ statt, eine Demonstration gegen Schwangerschaftsabbrüche.

Die Argumentation von Abtreibungsgegner_innen ist eigentlich simpel. Ihr liegt die Annahme zugrunde, dass es falsch ist, Menschen zu töten. Diese Annahme würden nur wenige Personen bestreiten. Aus der Annahme wird nun abgeleitet, dass Abtreibung unmoralisch sei. Schließlich wird bei einer Abtreibung ein menschliches Wesen getötet.

Diese Position blendet geschickt aus, dass Föten bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Schwangerschaft kein Bewusstsein haben. Es kann angenommen werden, dass bis zur 20. Schwangerschaftswoche kein Eigeninteresse und damit kein Recht auf Überleben besteht. Daher sind sogenannte “Frühe“ Schwangerschaftsabbrüche moralisch zu rechtfertigen. Als Feminist_innen schenken wir in unserer Bewertung von Abtreibungen vor allem den Interessen der schwangeren Person Beachtung und den Effekten, den eine ungewollte Schwangerschaft auf das Leben von Frauen und anderen gebärfähigen Menschen [1] hat. Abtreibungsgegner_innen jedoch tendieren dazu, die Situation nur aus Sicht des Fötus zu betrachten. Die Abtreibungsgegner_innen verlieren dabei die Perspektive der schwangeren Person fast vollständig aus dem Blick. Nehmen wir an, Embryos und Föten hätten tatsächlich Interessen, so muss dies kein endgültiges Argument sein. Die möglichen Interessen und Rechte könnten dennoch gegen die der schwangeren Person abgewogen werden.

Continue reading

Herrschaftskritischer Block auf dem Animal Rights March

Ein gemeinsamer Aufruf von Anarchistisches Kollektiv Glitzerkatapult,
Animal Climate Action, Hearts & Liberation, Tierfabriken-Widerstand

Für eine emanzipatorische Tierbefreiungsbewegung!

Demonstriert mit uns für die Befreiung von Mensch und Tier und eine Welt ohne Ausbeutung, beim Animal Rights March am 26. August 2018 um 10.30 Uhr am Gendarmenmarkt.

Mit dem Herrschaftskritischen Block wollen wir zeigen, dass verschiedene
Kämpfe gegen Unterdrückung zusammen gedacht werden müssen.
Diskriminierung von und Vorurteile gegenüber Menschen (auf Grund ihres
Aussehens, ihrer Herkunft, ihres Geschlechts,…) gehören genauso wie die
Diskriminierung auf Grund der Spezieszugehörigkeit nicht in eine
emanzipatorische Bewegung. Unser Aktivismus sollte über Konsumkritik und
eine vegane Lebensweise hinausgehen, daher stellen wir uns auch gegen
Kapitalismus und seine Verwertungslogik. Der Herrschaftskritische Block
wendet sich gegen alle Formen von Unterdrückung. Wir stehen für eine
(queer-)feministische und antifaschistische Tierbefreiungsbewegung, die
Diskriminierung nicht reproduziert sondern bekämpft und eigene
Privilegien reflektiert.

Haltet nach einer Schwarz-Grünen Fahne Ausschau und wenn ihr könnt,
kommt in grün.

Kämpft mit uns für eine befreite Gesellschaft!

Vorträge in Rostock am Fr. 22. & Sa. 23.06.

Anarchist Black Cross – agitation and action – haben uns für ein Vortragswochenende nach Rostock eingeladen.
Los geht’s am Freitag, 22.06. um 19 Uhr im Hof der Budhilde (Budapester Straße 35, Rostock) mit unserem Vortrag zu „Radikalen Umweltschutzbewegungen“.
Weiter gehts am Samstag, 23.06. mit unserem Vortrag zu „Anarchafeminismus“. Der Treffpunkt hierfür ist um 17.30 Uhr am jüdischen Friedhof im Lindenpark, Rostock.

Freuen uns!

Infostand auf dem Suppe&Mucke-Straßenfest am 16.06.2018

Am kommenden Samstag, den 16. Juni sind wir mit einem Infostand beim Suppe & Mucke-Straßenfest (dies mal in der Helsingforser Straße, Friedrichshain) vertreten.
Wir freuen uns, wenn ihr bei unserem Stand vorbei kommt, eine leckere vegane Suppe bei uns esst, mit uns über Anarchie quatscht & unseren neusten Sticker abgreift:
Gegen nationalistische Kackscheiße – zur Fußball-WM und sowieso immer!

Infostand auf dem Umweltfestival am 03.06.2018

Am kommenden Sonntag, 3. Juni sind wir von 11 bis 19 Uhr mit einem Infostand beim Umweltfestival (am Brandenburger Tor) am Start. Unsere Standnummer ist die 85.
Wir würden uns freuen, wenn ihr vorbei kommt, Flyer, Zines und Sticker abgreift und mit uns über Anarchismus, Queer-Feminismus, Tierbefreiung & radikale Ökologie quatscht :).

Vortrag zu Anarchafeminismus am 04.05.2018

Fr., 04.05.2018, 19:00 Uhr
Ort: UJZ Karlshorst (Hönower Straße 30, Lichtenberg, nahe U-Bhf Tierpark)

Was hat Feminismus mit Anarchismus zu tun? Ist Anarchismus nicht eh auch immer feministisch? Und warum haben die klassischen anarchistischen Theoretiker, wie Proudhon und Bakunin, Feminismus oft nicht mitgedacht?

In unserem Vortrag werden wir darauf eingehen, was Anarchafeminismus eigentlich ist und wie er sich historisch entwickelt hat. Wir werden euch wichtige Anarchafeministinnen vorstellen. Zudem wollen wir auch über aktuelle Debatten im Anarchafeminismus sprechen und mit euch überlegen, welche Bedeutung Anarchafeminismus für unseren Alltag hat. Wir freuen uns außerdem darauf mit euch zu diskutieren und etwas über eure eigenen Erfahrungen zu hören.

Im Rahmen der Anarchismus-Veranstaltungsreihe „Let’s Talk About Anarchism“ vom UJZ Karlshorst.

Soli-Veranstaltung für den Lebenshof „Land der Tiere“

Mi., 02.05.2018, 19:00 Uhr
Ort: B-Lage (Mareschstr. 1, Berlin-Neukölln, nahe S-Bhf Sonnenallee)

Es wird eine leckere vegane Küfa von Vegan Explosion geben und ihr könnt bei unserer Soli-Tombola grandiose Preise gewinnen. Das Land der Tiere möchte eine ganz besondere Begegnungsstätte für Tiere und Menschen schaffen. Es ist ein Lebenshof für ehemals in der Landwirtschaft ausgebeutete Tiere, eine Bildungsstätte und ein offener Ort für Besucher*innen. Derzeit leben dort etwa 60 Tiere und es werden Projekte zum Thema Tierrechte für Schulklassen und Jugendgruppen angeboten. Der Lebenshof und die Versorgung der Tiere die dort leben, kosten viel Geld. Da wir die Arbeit vom Land der Tiere unglaublich wichtig finden, würden wir das Projekt gerne mit den Einnahmen des Abends unterstützen.

Für die Befreiung von Mensch und Tier!

Veranstaltung: NSU-Komplex auflösen! Präsentation der Ergebnisse des NSU-Tribunals

Do., 12.04.2018, 19:00 Uhr
Ort: K9 – Größenwahn (Kinzigstraße 9, Berlin-F’hain, nahe U-Bhf Samariterstraße)

In einer multi-medialen Veranstaltung vermitteln wir euch einige wesentliche Aspekte rund um den NSU-Komplex. Dabei geben wir auch Perspektiven der Betroffenen wieder, die am Ende des einwöchigen NSU-Tribunals (Köln, Mai 2017) zusammenfassend niedergeschrieben wurden.
Das selbst-organisierte NSU-Tribunal arbeitete den NSU-Komplex aus einer zivilgesellschaftlichen und Betroffenen-Perspektive auf. Es wurden unter anderem

* Erkenntnisse über neo-nazistische Terrorstrukturen zusammengetragen
* die Rolle von Behörden und Medien bei der Diffamierung und Kriminalisierung der Betroffenen beleuchtet
* die behördliche Verhinderung vollständiger Aufklärung sowie die Verweigerung von Gerechtigkeit beklagt

Die ausführliche Auseinandersetzung mit dem NSU-Komplex mündete in einer gesellschaftlichen Anklage an ein System, welches Neo-Nazi Strukturen deckte und die Betroffenen kriminalisierte. Teile dieser gesellschaftlichen Anklage sollen durch diese Veranstaltung weiterverbreitet und präsentiert werden.

Es wird Snacks & Getränke geben, der Eintritt ist frei.

Soli-Erklärung: ausbruch.aufbruch.anarchie

Am 31. Mai 2017 wollte die Polizei einen Berufsschüler aus seiner Nürnberger Berufsschule nach Afghanistan abschieben.
Kampagne ausbruch.aufbruch.anarchie
Diesem offenkundigen gewalttätigen Akt des Staates widersetzten sich seine Mitschüler*innen und wollten seine Abschiebung verhindern, indem sie das Polizeiauto sitzend auf der Straße blockierten.

Auf diese solidarische Aktion der Mitschüler*innen und anderer solidarischer Menschen reagierte die Polizei mit einem Großaufgebot und hartem Vorgehen – das heißt Faustschläge, Tonfa-Schläge, Pfefferspray.

Erst einen Monat zuvor hat der Bundestag eine (weitere) rechtliche Privilegierung der Polizei eingeführt – den tätlichen Angriff – §114 StGB. Ein tätlicher Angriff ist weniger als (versuchte) Körperverletzung, ein einfaches Schubsen ohne (beabsichtige) Folgen kann ausreichen um mit einer Mindestfreiheitsstrafe von 3 Monaten Haft in den Knast zu gehen.

Neben Anderen, wurde Jan u.a. wegen des mutmaßlichen Verstoßes gegen §114 StGB angeklagt. Jans Prozess ist ein politischer Prozess, denn Jan widersetzte sich damit der Durchsetzung von rassistischen, menschenfeindlichen Gesetzen.

Wir begrüßen das Handeln der solidarischen Menschen vom 31. Mai und freuen uns das Jan solidarische (politische) Freund*innen hat, die ihn in dieser schweren Zeit nun unterstützen und u.a. mit der Kampagne über seine Situation und die Geschehnisse informieren wollen.

Ob in den Abschiebeknästen Europas oder den Gerichtssälen in Nürnberg,
ob auf den Straßen Hamburgs oder den Schlachtfeldern in Rojava,

Unser Widerstand lässt sich nicht wegsperren! Unser Widerstand kennt
keine Grenzen!