Vorträge in Rostock am Fr. 22. & Sa. 23.06.

Anarchist Black Cross – agitation and action – haben uns für ein Vortragswochenende nach Rostock eingeladen.
Los geht’s am Freitag, 22.06. um 19 Uhr im Hof der Budhilde (Budapester Straße 35, Rostock) mit unserem Vortrag zu „Radikalen Umweltschutzbewegungen“.
Weiter gehts am Samstag, 23.06. mit unserem Vortrag zu „Anarchafeminismus“. Der Treffpunkt hierfür ist um 17.30 Uhr am jüdischen Friedhof im Lindenpark, Rostock.

Freuen uns!

Infostand auf dem Suppe&Mucke-Straßenfest am 16.06.2018

Am kommenden Samstag, den 16. Juni sind wir mit einem Infostand beim Suppe & Mucke-Straßenfest (dies mal in der Helsingforser Straße, Friedrichshain) vertreten.
Wir freuen uns, wenn ihr bei unserem Stand vorbei kommt, eine leckere vegane Suppe bei uns esst, mit uns über Anarchie quatscht & unseren neusten Sticker abgreift:
Gegen nationalistische Kackscheiße – zur Fußball-WM und sowieso immer!

Infostand auf dem Umweltfestival am 03.06.2018

Am kommenden Sonntag, 3. Juni sind wir von 11 bis 19 Uhr mit einem Infostand beim Umweltfestival (am Brandenburger Tor) am Start. Unsere Standnummer ist die 85.
Wir würden uns freuen, wenn ihr vorbei kommt, Flyer, Zines und Sticker abgreift und mit uns über Anarchismus, Queer-Feminismus, Tierbefreiung & radikale Ökologie quatscht :).

Vortrag zu Anarchafeminismus am 04.05.2018

Fr., 04.05.2018, 19:00 Uhr
Ort: UJZ Karlshorst (Hönower Straße 30, Lichtenberg, nahe U-Bhf Tierpark)

Was hat Feminismus mit Anarchismus zu tun? Ist Anarchismus nicht eh auch immer feministisch? Und warum haben die klassischen anarchistischen Theoretiker, wie Proudhon und Bakunin, Feminismus oft nicht mitgedacht?

In unserem Vortrag werden wir darauf eingehen, was Anarchafeminismus eigentlich ist und wie er sich historisch entwickelt hat. Wir werden euch wichtige Anarchafeministinnen vorstellen. Zudem wollen wir auch über aktuelle Debatten im Anarchafeminismus sprechen und mit euch überlegen, welche Bedeutung Anarchafeminismus für unseren Alltag hat. Wir freuen uns außerdem darauf mit euch zu diskutieren und etwas über eure eigenen Erfahrungen zu hören.

Im Rahmen der Anarchismus-Veranstaltungsreihe „Let’s Talk About Anarchism“ vom UJZ Karlshorst.

Soli-Veranstaltung für den Lebenshof „Land der Tiere“

Mi., 02.05.2018, 19:00 Uhr
Ort: B-Lage (Mareschstr. 1, Berlin-Neukölln, nahe S-Bhf Sonnenallee)

Es wird eine leckere vegane Küfa von Vegan Explosion geben und ihr könnt bei unserer Soli-Tombola grandiose Preise gewinnen. Das Land der Tiere möchte eine ganz besondere Begegnungsstätte für Tiere und Menschen schaffen. Es ist ein Lebenshof für ehemals in der Landwirtschaft ausgebeutete Tiere, eine Bildungsstätte und ein offener Ort für Besucher*innen. Derzeit leben dort etwa 60 Tiere und es werden Projekte zum Thema Tierrechte für Schulklassen und Jugendgruppen angeboten. Der Lebenshof und die Versorgung der Tiere die dort leben, kosten viel Geld. Da wir die Arbeit vom Land der Tiere unglaublich wichtig finden, würden wir das Projekt gerne mit den Einnahmen des Abends unterstützen.

Für die Befreiung von Mensch und Tier!

Veranstaltung: NSU-Komplex auflösen! Präsentation der Ergebnisse des NSU-Tribunals

Do., 12.04.2018, 19:00 Uhr
Ort: K9 – Größenwahn (Kinzigstraße 9, Berlin-F’hain, nahe U-Bhf Samariterstraße)

In einer multi-medialen Veranstaltung vermitteln wir euch einige wesentliche Aspekte rund um den NSU-Komplex. Dabei geben wir auch Perspektiven der Betroffenen wieder, die am Ende des einwöchigen NSU-Tribunals (Köln, Mai 2017) zusammenfassend niedergeschrieben wurden.
Das selbst-organisierte NSU-Tribunal arbeitete den NSU-Komplex aus einer zivilgesellschaftlichen und Betroffenen-Perspektive auf. Es wurden unter anderem

* Erkenntnisse über neo-nazistische Terrorstrukturen zusammengetragen
* die Rolle von Behörden und Medien bei der Diffamierung und Kriminalisierung der Betroffenen beleuchtet
* die behördliche Verhinderung vollständiger Aufklärung sowie die Verweigerung von Gerechtigkeit beklagt

Die ausführliche Auseinandersetzung mit dem NSU-Komplex mündete in einer gesellschaftlichen Anklage an ein System, welches Neo-Nazi Strukturen deckte und die Betroffenen kriminalisierte. Teile dieser gesellschaftlichen Anklage sollen durch diese Veranstaltung weiterverbreitet und präsentiert werden.

Es wird Snacks & Getränke geben, der Eintritt ist frei.

Soli-Erklärung: ausbruch.aufbruch.anarchie

Am 31. Mai 2017 wollte die Polizei einen Berufsschüler aus seiner Nürnberger Berufsschule nach Afghanistan abschieben.
Kampagne ausbruch.aufbruch.anarchie
Diesem offenkundigen gewalttätigen Akt des Staates widersetzten sich seine Mitschüler*innen und wollten seine Abschiebung verhindern, indem sie das Polizeiauto sitzend auf der Straße blockierten.

Auf diese solidarische Aktion der Mitschüler*innen und anderer solidarischer Menschen reagierte die Polizei mit einem Großaufgebot und hartem Vorgehen – das heißt Faustschläge, Tonfa-Schläge, Pfefferspray.

Erst einen Monat zuvor hat der Bundestag eine (weitere) rechtliche Privilegierung der Polizei eingeführt – den tätlichen Angriff – §114 StGB. Ein tätlicher Angriff ist weniger als (versuchte) Körperverletzung, ein einfaches Schubsen ohne (beabsichtige) Folgen kann ausreichen um mit einer Mindestfreiheitsstrafe von 3 Monaten Haft in den Knast zu gehen.

Neben Anderen, wurde Jan u.a. wegen des mutmaßlichen Verstoßes gegen §114 StGB angeklagt. Jans Prozess ist ein politischer Prozess, denn Jan widersetzte sich damit der Durchsetzung von rassistischen, menschenfeindlichen Gesetzen.

Wir begrüßen das Handeln der solidarischen Menschen vom 31. Mai und freuen uns das Jan solidarische (politische) Freund*innen hat, die ihn in dieser schweren Zeit nun unterstützen und u.a. mit der Kampagne über seine Situation und die Geschehnisse informieren wollen.

Ob in den Abschiebeknästen Europas oder den Gerichtssälen in Nürnberg,
ob auf den Straßen Hamburgs oder den Schlachtfeldern in Rojava,

Unser Widerstand lässt sich nicht wegsperren! Unser Widerstand kennt
keine Grenzen!

Soli-Küfa für Diren am 07.03.2018

Die Trans-Frau und Gefangene Diren Coşkun ist Tierrechtlerin, Feministin und Anarchistin. Diren Coşkun war Aktivistin bei der kurdischen LGBTI-Gruppe Keskesor (Regenbogen) und wurde im August 2017 verhaftet und wegen “Mitgliedschaft in einer verbotenen Organisation” und “Propaganda” verurteilt.

Sie befand sich über längere Zeit im Todesfasten im türkischen Gefängnis Nr. 2 von Tekirdağ, um gegen die Haftbedingungen zu protestieren und ihr Recht auf veganes Essen und medizinische Versorgung einzufordern.

Arat, die angab, dass Diren Coşkun in einer engen Folterzelle gefangen gehalten wird, veröffentlichte folgenden Aufruf von Diren Coşkun:

„Ich informiere die demokratische Öffentlichkeit darüber, dass ich am 25. Januar ein Todesfasten begonnen habe. Um die Aufhebung der Isolationshaft und mein Recht auf medizinische Versorgung zu fordern, riskiere ich meinen Tod.

Ich würde den Tod bevorzugen, sollte man mir das Recht auf medizinische Operationen und Behandlungen vorenthalten und die erschwerte Isolationshaft, der wir ausgesetzt sind, nicht aufheben. Wir sind hier vielen Praktiken ausgesetzt, die gegen die Würde des Menschen verstoßen. Seit August bin ich in Haft, muss jedoch weiterhin Anträge schreiben, um eine Pinzette zu erhalten. In der Gefängniskantine sind lediglich Rasierutensilien, Unterwäsche und weitere Dinge für Männer erhältlich. Hat ein Mensch seit seiner Verhaftung bereits drei Selbstmordversuche hinter sich, so scheint es offensichtlich ein Problem zu geben, oder nicht? Drei Mal habe ich bereits versucht, mir das Leben zu nehmen. Weder kommt man einen Schritt auf mich zu noch antwortet man auf meine Fragen.

(…) Seit dem Tag meiner Verhaftung werden mir laufend meine Rechte und die Pflichten der Gesetze des Gesundheitssystems vorenthalten und ich bin ständigen, willkürlichen Praktiken ausgesetzt.

Praktikten, denen wir im Gefängnis Nr. 2 in Tekirdağ ausgesetzt sind, lauten: Vorenthaltung unserer Rechte, Belästigungen, Isolation. Die Gefängnisverwaltung droht ständig mit Sanktionen, um mich vom Todesfasten abzubringen. Ich sage dann: ‚Ich habe mich dem Tod ausgeliefert. Von welcher Strafe kann die Rede sein?‘“

Aktuell verhandelt Diren mit dem Gefängnis und braucht vor allem Geld um ihre Anwält_innen zu bezahlen.

Dafür sammeln wir Kohle mit einer Soli-Küfa zusammen mit Vegan Explosion am 07.03.2018 um 19.30 Uhr in der B-Lage.

Kritisch-Solidarische Aktion bei der „Wir haben es satt“-Demo 2018

Am 20. Januar fand die große „Wir haben es satt“-Demonstration, organisiert von einem Bündnis aus verschiedenen Umwelt- und Tierschutzgruppen, statt, die für eine gerechtere/ökologischere Landwirtschaft protestierte. Wir haben mit einer kritisch-solidarischen Aktion am Rande der Demo versucht eine anarchistisch tierbefreierische Position hinein zu tragen. Wir konnten über 1000 Flyer verteilen und mit Transpi und Megaphon auf unsere Ideen aufmerksam machen. Die Leute zeigten sich sehr interessiert und vielleicht konnten wir einige dazu bewegen, weiter über unsere Ideen nach zu denken.

Und hier der Text vom verteilten Flyer:

Einen Blick über den Tellerrand wagen

Schön, dass Du heute mit so zahlreichen anderen Menschen auf der Straße bist. Im Rahmen der Demo werden einige Aussagen gemacht, über die es sich lohnt, weiter nachzudenken.

Kapitalismus als Ganzes kritisieren

Der im Aufruf thematisierte Großkonzern Monsanto ist u.a. bekannt für die Herstellung von gentechnisch veränderten Saatgut und gesundheitsschädlichen Pflanzenschutzmitteln – und wird auch auf den „Wir haben es satt“-Demonstrationen zu Recht dafür kritisiert. Die Darstellung von einzelnen Konzernen als böse erscheint verlockend, aufgrund der katastrophalen Auswirkungen auf Mensch und Tier, die durch ihr Handeln hervorgerufen werden. Doch Monsanto und andere Unternehmen folgen nur den Spielregeln des Kapitalismus – wie auch mittelständische Unternehmen und Selbstständige es tun. Die Vermehrung von Kapital steht an erster Stelle. Im Konkurrenzkampf um die höchsten Gewinne sind Tier, Natur und Mensch Mittel zum Zweck und somit zweitrangig. Um im Kapitalismus konkurrenzfähig zu sein, muss immer billiger produziert werden – darunter leiden Menschen, Tiere und Natur. In der Folge ist es kurzsichtig, einzelne Konzerne anzuklagen, wo doch die Grundsätze unseres Wirtschaftens auf Ausbeutung und Naturzerstörung aufbauen. Statt Symptome wie vermeintlich „böse“ Konzerne zu bekämpfen, sollten wir das Problem an der Wurzel packen, verschiedene soziale Bewegungen zusammenführen und den Kapitalismus abschaffen.

Artgerecht ist nur die Freiheit

Im Aufruf wird artgerechte Haltung von Tieren gefordert und davon gesprochen, dass Tiere wertgeschätzt werden sollen. Gemeint ist damit jedoch nur, dass Tiere nicht in „Megaställen“ gehalten werden sollten. In Frage gestellt wird aber nicht die Tatsache, dass Tiere auch in kleinbäuerlicher/ökologischer Landwirtschaft gezüchtet, eingesperrt und getötet werden. Was dies mit Wertschätzung zu tun hat, Tiere weiterhin als Produkte anzusehen, bleibt als offene Frage zurück. Solange Menschen Tiere nicht als fühlende Lebewesen anerkennen, die ein Interesse an Freiheit und Unversehrtheit besitzen, kann es keine Verbesserung für sie geben. Nur eine vegane Lebensweise kann wertschätzend gegenüber Tieren sein. Denn Tiere gehören uns nicht, sie gehören nur sich alleine.

Landwirtschaft? Radikaler Wandel statt Klimawandel!
Die Herstellung tierischer Produkte wie Fleisch, Milch oder Eier, braucht erheblich mehr Wasser, Land und andere Ressourcen als der Anbau von Pflanzen, die direkt von Menschen verzehrt werden. Für die Produktion einer tierischen Kalorie, werden durchschnittlich 7 Pflanzen-Kalorien benötigt. Der Flächenbedarf für den Futtermittelanbau führt zur massiven Abholzung von Regenwäldern. Lebensräume und Ökosysteme werden so für immer zerstört. Tier- und Pflanzenarten sterben massenhaft aus und Urwälder gehen als dauerhafte CO_2-Speicher verloren.  Noch dazu trägt die globale Tierproduktion einen Anteil von 18 % aller Treibhausgase während der Verkehr z.B. für 14% verantwortlich ist.
Tierische Produkte sind daher Ressourcenverschwendung. Wenn wir weiterhin so viel Fleisch, Milchprodukte und Eier konsumieren, bräuchten wir im Jahr 2020 bereits die Ressourcen von fast 2 Erden um unsere Ernährung dauerhaft zu sichern.         
        
Durch den Konsum von Tierprodukten fördern wir Ressourcenkämpfe, Armut und Hunger in wirtschaftlich benachteiligten Ländern. Deshalb ist unser Festhalten an traditionellen Ernährungsformen auch ein Festhalten an Privilegien. Wir stehen in der Verantwortung eigene Ernährungsgewohnheiten zu überdenken. 
Um den Klimawandel zu stoppen und Verteilungsgerechtigkeit herzustellen, müssen wir globale Zusammenhänge erkennen und uns für eine ökologische, vegane Landwirtschaft einsetzen, die alle Menschen mit genügend Essen versorgt.
Eine pflanzliche Ernährung ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.